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Im Folgenden werden unterschiedliche Möglichkeiten zur Einstellung selbstlernender Grenzen näher erläutert. Im Rahmen der Toleranzbandüberwachung gibt es folgende Verfahren:

Zusätzlich gibt es für alle diese Einstellungen die zusätzlichen Funktionen Maximalwert, Verschleißgrenzen und Fehltgrenzen. Diese Grenzen lassen sich als zusätzliche Grenzen einblenden und sind dann als kleine Striche sichtbar.

Alle Verfahren konfigurieren sich weitgehend selbstständig. Sie beobachten den Verlauf von Sensorsignalen über einen oder mehrere Prozesse. Wenn das Signal eine ungewöhnliche Abweichung aufweist, wird ein Alarm ausgelöst.

Ob ein Sensorwert ungewöhnlich ist, bestimmt das ToolScope anhand von Auswertungen. Eines der Verfahren (Fest) arbeitet dabei mit festen Abständen des Signals in Y-Richtung über die gesamte Lernkurve. Die anderen Verfahren bestimmen die Abstände in Y-Richtung anhand statistischer Auswertungen. Anhand der zuletzt beobachteten Prozesse (Lernkurven) errechnen sie:

  • welcher Wert für das beobachtete Signal aktuell erwartet wird
  • mit welcher Unsicherheit dieser Wert behaftet ist

Je größer die erwartete Unsicherheit, desto größere Abweichungen vom erwarteten Wert werden zugelassen.

Die statistischen (Statistisch und 6-Sigma) Verfahren arbeiten intelligent. Wenn ein Prozess bisher nur wenige Male beobachten werden konnte, lassen sie größere Abweichungen zu, und vermeiden so Fehlalarme.

Anhand dieser und anderer Auswertungen wird die Aussage getroffen, ob ein Prozess als Gut-Prozess klassifiziert wird oder ein Alarm ausgelöst werden soll.

Es ist möglich, dem Verfahren mehrere Sensoren zur Auswahl zu geben, die es überwachen soll. Kleine Abweichungen einzelner Signale führen dann nicht direkt zu Alarmausgaben. Das ToolScope kann dadurch sehr empfindlich überwachen und gleichzeitig Fehlalarme vermeiden.

Die toleranzbandbasierten Verfahren deaktivieren sich, wenn Prozesse länger als 4000 Sekunden dauern. Es werden dann nur die ersten 4000 Sekunden eines Prozesses überwacht. Wenn eine Datenrate von mehr als 100 Hz eingestellt ist, deaktiviert sich die Überwachung früher. Im Auslieferungszustand sind nicht mehr als 100 Hz eingestellt.

Die Bruchüberwachung kann und wird einen Fehler nur dann melden, wenn sich das gegebene Sensorsignal nach Auftreten eines Fehlers auffällig ändert.

Um eine dieser Überwachungen zu nutzen, müssen Sie in den Konfigurationseinstellungen im Auswahlfeld „Überwachung“ „Toleranzbänder (Zeit) anwählen. In dem entsprechenden Klappmenü müssen Sie dann das gewünschte Überwachungsverfahren aussuchen.

 

 

Vollautomatik

Fest

Statistisch

Dynamisch

6-Sigma

Ziel der Errechnung von Grenzen

Grenzen werden so berechnet, dass ein veränderter Signalverhalt (z.B. Bruch) erkannt wird.

Grenzen werden so berechnet, dass ein veränderter Signalverhalt (z.B. Bruch) erkannt wird.

Grenzen werden so berechnet, dass ein veränderter Signalverhalt (z.B. Bruch) erkannt wird.

Grenzen werden so berechnet, dass eine bekannte Signaldynamik nicht überschritten wird.

Grenzen werden strikt nach statistischen Kriterien (Mittelwert ± x · Standardabweichung) errechnet.

Dauerhaftes Lernverhalten?

Jeder als „Gut“ beurteilte Prozess wird den Lerndaten hinzugefügt. Der jeweils älteste Prozess der Lerndaten wird intern gelöscht. Die Grenzen „folgen“ dem Signal.

Es wird einmalig die eingestellte Anzahl Prozesse angelernt. Danach ist das Lernen beendet. Die Grenzen bleiben nach dem Lernen fest.

Jeder als „Gut“ beurteilte Prozess wird den Lerndaten hinzugefügt. Der jeweils älteste Prozess der Lerndaten wird intern gelöscht. Die Grenzen „folgen“ dem Signal.

Jeder als „Gut“ beurteilte Prozess wird den Lerndaten hinzugefügt. Der jeweils älteste Prozess der Lerndaten wird intern gelöscht. Die Grenzen „folgen“ dem Signal.

Es wird einmalig die eingestellte Anzahl Prozesse angelernt. Danach ist das Lernen beendet. Die Grenzen bleiben nach dem Lernen fest.