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Mit einer Lizenz für die App TS-Wear kann das ToolScope um die Funktion Erkennen von Werkzeugverschleiß an Werkzeugmaschinen erweitert werden.

Das ist besonders nützlich für die Überwachung der Produktion von größeren Losgrößen. Sie bietet

  •  Einsparungen bei Werkzeugkosten
  •  Höhere Verfügbarkeit der Maschine

Die Überwachung gibt einen Alarm aus, wenn der Durchschnittswert eines Signals eine vorher festgelegte Grenze erreicht hat. Da der Verschleiß eines Werkzeugs fast zwangsläufig mit höheren Prozesskräften einhergeht, wird er zuverlässig erkannt.

Allgemeine Beschreibung

Die App TS-Wear wird technisch durch die Überwachungsmethode „Durchschnitt“ abgebildet.

Es kann eingestellt werden, bei welchem Durchschnittwert eines Prozesses ein Alarm ausgegeben werden soll. Das Gerät macht nach dem einmaligen Anlernen einen sinnvollen Vorschlag.

Um diese Funktion zu benutzen, müssen Sie in den Konfigurationseinstellungen eines Überwachungskanals im Auswahlfeld „Überwachung“ „Durchschnitt“ auswählen.

Bedienung

Wie in dem Fenster in Abbildung 37 gezeigt, zeigt die Überwachung den Durchschnittswert (in Rot) des überwachten Sensorsignals nach dem Abschluss eines Prozesses an (in diesem Fall das Drehmoment einer Spindel). Der obere Grenzwert wird in Gelb, der untere in Grün angezeigt. Überschreitet das Signal die gelbe Grenze, wird ein Verschleißalarm ausgelöst. Unterschreitet es die grüne Grenze, wird ein Fehltalarm ausgelöst.

Anzeige von Durchschnittswert / Verschleißüberwachung

 

Durch Druck auf „Konfiguration“ können Sie die Überwachung einstellen, wie es die folgende Abbildung zeigt.

Konfiguration des Überwachungsverfahrens Durchschnitt

 

Das Überwachungsverfahren Durchschnitt unterscheidet sich von anderen Überwachungsverfahren in erster Linie dadurch, dass kein laufender Prozess zu sehen ist, sondern der Durchschnitt am Ende des Prozesses als ein Punkt in die Grafik eingetragen wird. Man sieht also den Verlauf über eine Anzahl von Prozessen anstatt den Verlauf eines Prozesses über die Zeit/den Weg.

Einstellbare Parameter

Funktionsname

Beschreibung

Verschleißgrenze

Mit diesem Parameter lässt sich die obere Grenze des Überwachungsprozesses festlegen. Sobald sie überschritten wird, löst das ToolScope einen Alarm aus. Die Einheit entspricht der Einheit der Y-Achse.

Fehltgrenze

Mit diesem Parameter lässt sich die untere Grenze des Überwachungsprozesses festlegen. Sobald sie unterschritten wird, löst das ToolScope einen Alarm aus. Die Einheit entspricht der Einheit der Y-Achse.

Messintervall, Start / Messintervall, Ende [Einheit der Messachse]

Die Parameter „Messintervall, Start“ und „Messintervall, Ende“ können nur ausgewählt werden, wenn das Kreuz bei „Überwachung durch Möglichkeit zur Beobachtung eines Messintervalls erweitern“ unter „Service / Einstellungen / Überwachung / Kanal X“ aktiviert ist. Hier kann jeweils manuell ein Messpunkt für den gewünschten Start sowie für das Ende der Erfassung des Durchschnittswertes angegeben werden. Ist keine „Messachse“ als Überwachungseingang angegeben, so beziehen sich die Messpunkte auf die Zeitachse. Ist eine Messachse angegeben (normalerweise eine Positionsachse), beziehen sich die Informationen auf die Werte der Positionsachse.

Automatische Offsetkompensation

Der Parameter „Aktiviere Offsetkompensation“ lässt sich nur anwählen, wenn unter
„Service / Einstellungen / Überwachung / Kanal 1“ das Kreuz bei „Signal-Offset kompensieren“ gesetzt ist. Ist diese Funktion aktiviert, wird das jeweilige Signal bei Start der Messung auf null gesetzt, da vor Errechnen des Mittelwertes das Signalminimum vom Signalverlauf abgezogen wird. Dabei werden „Ausreißer nach unten“ nicht gewertet. Dies ist hilfreich bei schwankender Grundlast, da somit Fehlalarme vermieden werden.

Manuelle Offsetkompensation

Diese Funktion ermöglicht es, den Start sowie das Ende des jeweiligen Signals manuell festzulegen. Ist keine „Messachse“ angegeben, so beziehen sich die Messpunkte auf die Zeitachse. Ist eine Messachse angegeben (normalerweise eine Positionsachse), beziehen sich die Informationen auf die Werte der Positionsachse.

Neu Lernen; Anzahl Prozesse

Sobald das Kreuz vor „Neu Lernen; Anzahl Prozesse“ gesetzt wird und der Prozess das nächste Mal beobachtet wird, vergisst die Überwachung die bisherigen Daten und lernt die eingetragene Anzahl von Prozessen neu an.