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Man kann mehrere Signale parallel überwachen. Es entsteht dann keine harte Und-Verknüpfung. Diese müsste in der PLC angelegt werden.

 

Das ToolScope kann aber etwas, das meistens besser ist: eine UND-Verküpfung nach Regeln der Fuzzy-Logik.

 

Das bedeutet: man kann dem ToolScope, aus dem Softwarestandard heraus, angeben, dass mehrere Signale parallel überwacht werden sollen. Ein Alarm wird dann nur gemeldet, wenn die Signale – gemeinsam betrachtet – in Summe zu weit außerhalb der Grenzen liegen.

 

Beispiel:

 

Konfiguriere Toleranzbänder darauf, mehrere Signale zu überwachen

Anlernen lassen (hier auf Modus Vollautomatik)

Überwachung laufen lassen. Sie wird nun nur noch einen Alarm melden, wenn die Signale die Grenzen in der Gesamtbetrachtung aller Signale verlassen. Siehe unteres Beispiel:



Man lese aus oberem Bild:

- es gibt eine Abweichung im Spindelsignal
- es wird bei erster Verletzung des oberen Limits des Spindeldrehmoments (circa 3.1sec) kein Alarm gemeldet; Grund: das Z-Achssignal zeigt zu deutlich einen gewohnten Signalverlauf
- der Alarm wird erst rund 50ms später gemeldet, als das Spindelsignal deutlich außerhalb des normalen Verlaufs ist

 

Nachbetrachtung:

- Das Verfahren vermeidet Fehlalarme, kann aber auch echte Alarme maskieren. Es ist definitiv besser, als reine UND- und ODER-Verknüpfungen.
- Nach Erfahrungen aus Forschungen lohnt es sich, wenn man es anwendet, die Grenzen enger zu stellen, als man dies sonst täte..
- Das Verfahren fügt eine Betrachtung „nach gesundem Menschenverstand“ hinzu, welche Fehlalarme vermeiden kann. Es ist aber nur so gut, wie das gegebene Zweitsignal relevant ist. Fügt man ein Signal hinzu, das im Fehlerfall keine Auslenkung hat, werden Alarme evtl. unstatthaft verzögert.
- Generell verkompliziert das Verfahren die Überwachungskonfiguration. Es gibt schlicht doppelt so viele Kurven, die eingestellt werden.