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Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie in der Konfigurationsansicht „Toleranzbänder (Position)“ auswählen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Überwachungssystemen können KOMET® BRINKHAUS-Systeme eine sogenannte „positionsbasierte Überwachung“ durchführen. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn der Vorschuboverride nicht konstant bei 100% steht. Verläuft ein Prozess langsamer oder schneller, zum Beispiel, weil der Vorschuboverride im Prozess verändert wird, kann eine positionsbasierte Überwachung dies ausgleichen. Diese Funktion ist für einige spezielle Prozesse wie die Überwachung an Räummaschinen wichtig.

Die nächste Abbildung zeigt beispielhaft, was bei einer konventionellen, zeitbasierten Überwachung passiert, wenn der Vorschuboverride nicht konstant bei 100 % steht. Da der Prozess schneller abläuft, verletzt er zwingend die Grenzen – ohne dass ein Fehler vorliegt. Dieses ungünstige Verhalten zeigen fast alle am Markt befindlichen Prozessüberwachungssysteme.

Zeitbasierte Brucherkennung bei erhöhtem Vorschuboverride

 

KOMET® BRINKHAUS-Systeme können dagegen eine sogenannte Wegüberwachung durchführen. Dabei ermittelt die Überwachung den aktuell gültigen Wert der oberen und unteren Grenze anhand der Achsposition. Die folgende Abbildung zeigt den gleichen Prozess wie den vorhergehenden, mit dem Unterschied, dass hier keine zeitbasierte, sondern eine positionsbasierte Brucherkennung stattfindet.

Positionsbasierte Überwachung bei erhöhtem Vorschuboverride

 

Man erkennt, wie die positionsbasierte Brucherkennung den Prozess korrekt überwacht. Sobald eine starke Prozessabweichung auftritt, wird ein Alarm ausgelöst.

Verhalten bei aktivierter Offsetkompensation / Nullung

In Einzelfällen kann die Nutzung der Funktion „Offsetkompensation“ sinnvoll sein. Sie hilft insbesondere, einen Prozess trotz stark schwankender Signale zu überwachen. Die Funktion verkompliziert die Einstellung des Gerätes, verbessert aber oft das Überwachungsergebnis.

Das folgende Bild zeigt einen Beispielprozess, in dem die Offsetkompensation nicht aktiviert wurde.

Ein Prozess ohne Offsetkompensation

Die Überwachung startet in diesem Beispiel effektiv beim Zeitpunkt „1,2s“. Erst ab diesem Zeitpunkt werden die oberen und unteren Grenzen eingezeichnet und auf deren Einhaltung überwacht.

 

Wenn im betreffenden Überwachungskanal die Offsetkompensation aktiviert wurde, so wird zum Beginn der Überwachung die aktuelle Signalhöhe ermittelt (Mittelwert über 50 ms) und dieser Wert fortan vom Signal abgezogen. Die Auswirkung wird in der folgenden Konfigurationsansicht gezeigt:

Prozess mit Offsetkompensation

 

Die Überwachung startet effektiv mit einer Signalhöhe von „0“. Dies kann sinnvoll sein, wenn ein Signalverlauf im Gesamten teils höher, teils niedriger verläuft. Dadurch, dass jeder Prozess durch die Offsetkompensation effektiv bei „0“ startet, funktioniert die Überwachung dann besser.

Jede Änderung der Überwachungsparameter zeigt sich unmittelbar in angepassten Toleranzbändern in der Konfigurationsansicht.