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Der Betriebsmodus Nacharbeit wird aktiv, wenn die Maschinensteuerung signalisiert, dass der aktuelle Prozess unter anderen Bedingungen abläuft als sonst. Die Überwachung schaltet auf einen speziellen Modus um, der vor allem darauf ausgelegt ist, ungewöhnlich hohe Kräfte zu erkennen. Es wird nicht mehr überwacht, ob der Prozess genauso abläuft wie zuvor.

Toleranzbandbasierte Überwachungen werden deaktiviert, z.B. bei der Nacharbeit der unteren Grenze. Die obere Grenze wird nur noch als Maximalwertüberwachung ausgewertet.

 

„Nacharbeit“ ist aktiviert; untere Grenze wird nicht mehr ausgewertet; obere Grenze wird zur Maximalwertüberwachung.

Beispiel für Nacharbeit
 

Ein Prozess, in dessen Verlauf „Nacharbeit“ kurz aktiv war, wird von der Überwachung nicht als Lernprozess herangezogen.

 

Bedingung für Auftreten des Zustands „Nacharbeit“: Normalerweise ist der Nacharbeitszustand aktiv, wenn ein Override-Regler auf einen anderen Wert als 100 % eingestellt oder eine „Nacharbeit“-Taste an der Maschine gedrückt wird.

Ein Sensorsignal, das beim Einrichten der Maschine als Nacharbeit gekennzeichnet wurde, wechselt von 0 auf 1. Ist das Kreuz bei „Halte Nacharbeit bis zum Prozessende zurück“ in den Einstellungen für den Überwachungskanal unter „Service / Einstellungen / Überwachung“ aktiv (Standardeinstellung), wird der Zustand Nacharbeit bis zum Prozessende zurückgehalten. Ist das Kreuz inaktiv, wird der Zustand verlassen, sobald für einen zusammenhängenden Zeitraum von 0,5 s das Signal Nacharbeit wieder „0“ war.